Montag, 1. Januar 2018

2018

Ich freue mich auf das neue Jahr.
Bei alten Leuten ist es nicht selbstverständlich, dass sie sich auf das neue Jahr freuen. Schließlich könnte es ihr letztes sein. Oder es könnte dieses oder jenes passieren....
Klar, kann man sich ausmalen, was alles passieren kann, wenn man über 70 ist. Es ist ganz einfach, sich Sachen vorzustellen, die etwas mit der eigenen Vergänglichkeit und mit Verlusten und Einschränkungen zu tun haben. Die Welt ist voll mit Meldungen über Krankheiten und Unfälle und Schicksalsschläge. Klar kann immer etwas passieren, was man sich nicht gewünscht hat, was man nicht will, was einen verletzt, traurig macht, ärgert. Aber warum sollte man es sich ausmalen und vorstellen, bevor es passiert ist?
Ich glaube an die Kraft der Vorstellung, und ich glaube auch, dass es gut ist, die Vorstellungskraft zu nutzen, um seine Ziele zu erreichen, um seine Wünsche zu erfüllen und um seine Aufgaben zu erledigen, so gut wie man kann.
Oft aber haben alte Leute keine Ziele und oft auch keine Aufgaben mehr. Wer es gewohnt war, dass Ziele und Aufgaben sich durch den Beruf und die Familienentwicklungen ergeben haben, wird sich im Alter, wenn beides vorüber ist, schwer tun. Und noch was: Je älter wir werden, umso weniger traut man uns etwas zu.
Der springende Punkt ist die Frage, was wir uns selbst zutrauen.
Ich traue mir von Jahr zu Jahr mehr zu. Das ist natürlich paradox, denn früher hätte ich viel mehr Kraft zur Verfügung gehabt, die Aufgaben zu erledigen, die ich mir heute stelle. Aber früher hatte ich nicht genug Selbstvertrauen und hätte mir das alles, was ich mir heute zutraue, gar nicht erst ausdenken können. 
Für 2018 habe ich mir einiges ausgedacht: Ich will dieses und jenes erreichen. Ich habe mir das eine und andere vorgenommen. Ich arbeite daran. Täglich. Ich lese und schreibe. Ich mache weiterhin Interviews. Ich denke nach und recherchiere. Ich habe Termine für Workshops, die ich besuche und für Workshops, die ich gebe. Ich freue mich auf alles, was ich 2018 dazulernen kann. Ich freue mich, noch da zu sein und die Chance zu haben, mich weiterzuentwickeln. 

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